Walldorf zurück in der Hessenliga - Liudmila Feith und Lara Klemt mit nahezu makelloser Bilanz

24. März 2025

Walldorf zurück in der Hessenliga - Liudmila Feith und Lara Klemt mit nahezu makelloser Bilanz

Walldorf I - Verbandsliga West

Letzte Saison war die erste Badminton-Mannschaft von Rot-Weiss-Walldorf aus der Hessenliga abgestiegen. Damals konnte nach einer von Verletzungen geplagten Hinrunde auch eine furiose Rückrunde den Klassenerhalt nicht mehr retten. So war das Ziel für diese Saison klar: der direkte Wiederaufstieg.

Nach der Spielstärke der Mannschaft zu urteilen hätte dies auch ein leichtes sein sollen, jedoch war die Verbandsliga West in diesem Jahr durchsetzt von Konkurrenten mit hochkarätigen Nachwuchstalenten, wie z.B. Höchst oder die 4. Mannschaft des amtierenden Deutschen Meisters Dortelweil.

Den Vogel schoss aber die TuRa Niederhöchstadt ab, mit einigen der besten Nachwuchstalenten Deutschlands. Der zweite "Herr" aus Niederhöchstadt errang Ende letzten Jahres sogar als erster Deutscher überhaupt einen Podestplatz bei der U15-Europameisterschaft.

Durch die außergewöhnlich starke Konkurrenz entwickelte sich die Saison zu einem echten Krimi und die Walldorfer standen vor dem letzten Doppelspieltag der Saison mit gerade einmal einem Pünktchen Vorsprung an der Tabellenspitze.

Die Ausgangslage war damit klar: am Wochenende mussten zwei Auswärtssiege her. Am Samstag war man zu Gast beim abgeschlagenen Tabellenletzten Flörsheim II. Was folgte, war ein souveräner 7:1 Sieg, bei dem lediglich das erste Flörsheimer Doppel, welches auch in Walldorf trainiert, einen Punkt für die Heimmannschaft holen konnte.

Schwieriger sollte die Aufgabe am Sonntag werden, als man beim PSV GW Wiesbaden zu Gast war. Die Gastgeber sind normalerweise eine der stärksten Mannschaften der Verbandsliga, durch einige Ausfälle während der Saison standen sie in der Tabelle weit unten und benötigten zum Klassenerhalt ebenfalls einen Sieg.

Zu diesem Anlass waren sie dann auch in absoluter Bestbesetzung angetreten. Dies machte die Mission der Walldorfer, irgendwie mindestens 5 Siege zu holen, natürlich nicht gerade einfacher. Auf die Damen war aber einmal mehr Verlass: Damendoppel, Dameneinzel und Mixed gingen alle klar nach Walldorf.

Sowohl das Damendoppel als auch das Mixed weisen somit in Stammbesetzung über die komplette Saison eine perfekte 100% Quote auf. Über alle Disziplinen schloss Lara Klemt die Saison damit mit einer Bilanz von 21:1 Spielen ab, ihre Doppelpartnerin Liudmila Feith kam sogar auf 25:1.

Ebenfalls einen klaren Sieg konnte das 2. Herrendoppel Yücel/Löw einfahren, das nach Stotterstart in die Saison wieder zu seiner Form gefunden hat und gegen Ende der Saison wieder ein sicherer Punkt war. Mit 4 Siegen auf der Haben-Seite fehlte noch ein Punkt zum ersehnten Aufstieg, dieser sollte sich aber als äußerst zäh herausstellen.

Das erste Herrendoppel musste sich den Wiesbadenern glatt geschlagen geben, und Toni Morsi, zuletzt mit starken Leistungen mehrfach Matchwinner, erwischte einen rabenschwarzen Tag und verlor ebenfalls glatt in zwei Sätzen gegen den letztjährigen O35 Vize Hessenmeister. Somit begann langsam doch noch das Zittern.

Den nächsten Matchball übernahm im ersten Herreneinzel Julian Hofmann. Normal ist Julian ein sicherer Punkt, jedoch ging er leicht erkältet ins Spiel und traf auf einen technisch äußerst versierten Gegner. So ging der erste Satz auch mit 21:15 an die Heimmannschaft.

Danach konnte der Walldorfer noch einmal alle verbleibenden Kräfte mobilisieren und so den zweiten Satz für sich entscheiden und im 3. Satz bis auf 17:10 davon ziehen.

Danach waren die Reserven aber aufgebraucht und die Walldorfer Nummer 1 konnte nur noch versuchen, den Vorsprung auf den sich nähernden Wiesbadener irgendwie ins Ziel zu retten. Das sollte dann auch mit Geschick und etwas Glück gelingen, der Entscheidungssatz ging mit 21:18 an den völlig erschöpften Walldorfer, womit der Sieg feststand.

Abgerundet wurde der Spieltag dann noch durch einen Sieg von Philipp Georgi, der ebenfalls nach verlorenem ersten Satz noch über die volle Distanz gewinnen konnte. Die Walldorfer Mannschaft freut sich nun darauf, ab Herbst wieder in der höchsten hessischen Spielklasse anzutreten.

Walldorf II - Bezirksoberliga Fr1

Das vorletzte Spiel der Saison startete am Samstagnachmittag zu Hause in Walldorf gegenden Tabellenzweiten mit einem Sieg 5:3. Das erste Herrendoppel Schöneberger/Coutandin siegte den ersten Satz knapp im Kopf-an-Kopf-Rennen 22:20 in der Verlängerung, um dann im zweiten Satz klar mit 21:12 den Punkt zu sichern.

Das zweite Herrendoppel Drößler/Pawelczyk verlor knapp in drei Sätzen. Die Damen Fritz/Machner sicherten sich in einem spannenden Dreisatzspiel mit beiden Gewinnsätzen zu 21:19 das Spiel. Das erste Herreneinzel Schöneberger, sowie das Dameneinzel Fritz spielten zwei Gewinnsätze jeweils zu 21:11. Auch das zweite Herreneinzel Coutandin gewann überlegen in zwei Sätzen.

Das dritte Herreneinzel als auch das Mixed musste sich am Ende nach einem starken Auftritt und knapp gespielten Sätzen geschlagen geben.

Der letzte Spieltag, 23.03., startete ebenfalls zu Hause um 10 Uhr gegen ABC Frankfurt. Das erste Herrendoppel erkämpfte sich den ersten Punkt. Das zweite Herrendoppel verlor knapp im zweiten Satz zu 21:19. Die Damen mussten sich nach drei Sätzen und nach fast einer Stunde Spieldauer geschlagen geben. Die folgenden zwei Herreneinzel als auch das Mixed sicherten weitere Siegpunkte zu einem Unentschieden 4:4.

Walldorf III - Bezirksliga Fr A2

Vor dem letzten Spielwochenende war es zwar schon sicher, dass es für die dritte Mannschaft in dieser Saison der zweite Platz feststeht. Trotzdem wurde nochmal alles gegeben.

Samstag ging es zu Hause gegen den Tabellenführer Schwanheim. Nach den Doppeln stand es 2:1 für Walldorf. In den Einzeln konnte der Tabellenführer jedoch seine Stärke zeigen. Nur noch das 1. Herreneinzel konnte noch geholt werden. So stand es schlussendlich 3:5 für Schwanheim.

Sonntag wäre es gegen den SKV Budenheim gegangen, jedoch mussten sie das Spiel durch mangelnde Spieler kampflos an Rot-Weiß abgeben.